1786 floh Goethe ins Sehnsuchtsland Italien, um dort als Maler Möller sein Arkadien zu finden. Mit seinen Tagebüchern legte er eine lange Reisespur. Von Rom nach Neapel begleitete ihn der Malerfreund Tischbein, der jene bekannte Goethe-Ikone schuf, „wie er auf Ruinen sitzet und über das Schicksal der menschlichen Werke nachdenket". In Rom passierte denn auch Goethes Metamorphose zum Klassizisten und Klassiker und damit zur abendländischen Großinstanz.
Nach genau zweihundert Jahren folgt der Maler Dieter M. Weidenbach respektvoll Goethes Reisespuren in Rom, lebt und träumt sich über Tischbeins Skizzenbücher in diese Atmosphäre und schafft nun seinerseits nachklassi- zistische Römische Hommagen und Impressionen. Dabei befindet er sich selber auf der Suche nach einer Harmonie jenseits lebbarer Vorstellungen: Et in Arcadia ego.
Sein Ideal: Hellas und sein Götter-himmel. |