Die Farben sprühen, seine Palette besteht vorwiegend aus leuchtenden Farben, wie sie die Impressionisten und vor allem die Expressionisten oft pur genutzt haben. So erklärt er sie auch zu seinen Altvorderen und wird nicht müde, auf seinen Reisen und Naturgängen die erfahrenen Landschaften in üppige Farbmahle zu wandeln. Denn sein unstetes Temperament verträgt weder Rast noch Ruhe, es will sich in seinen Malereien ausleben und vergegen - ständlichen. Doch die Topografie bietet ihm allenfalls einen optischen Impuls, in den er vital und furios seine Fantasie mengen kann. So fixiert er auf expressive Weise und mit malerischer Frische seine Eindrücke und Stimmungen. Sein farbiges Urerlebnis hatte er in den sonnigen Weiten Arizonas, wohin es ihn einst in Gefangenschaft verschlagen hatte. Später lockte es ihn des öfteren nach Südfrankreich oder Bulgarien, wo die Sonne intensiver leuchtet und die Schatten kräftiger sind. Auch seine Blumenbilder und Stillleben entstehen aus spontanen Impulsen, in denen er das Skizzenhafte und das farbige Notat ganz offensichtlich zur Tugend macht.
Als Keramiker hat er einen guten Namen. Auch dank seines reichen Wirkens avancierte Saalfeld in den Sechzigern zu einem bekannten Keramikzentrum. Und in öffentlichen Räumen künden landesweit und unverwechselbar seine Gartenkeramiken und baugebundenen Arbeiten von seiner außerordentlichen Kreativität.
Die Ausstellung in der Saale-Galerie zeigt anlässlich seines 80. Geburtstages eine Auswahl aus seinem umfangreichen Werk. Dr. Maren Kratschmer-Kroneck |