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Malerfürst und Bürgerschreck - an diesem Ruf hat er sein Malerleben lang eifrig gewirkt als Maoist und Revoluzzer, als Partytiger und Agitprop-Ästhet, als Kneipenwirt und Kunstprofessor.
Selber stets unangepasster Individualist, stand er zuzeiten „linkisch ruppig" den 68ern nah. „Hörtauf zu malen!" schrie er da per Bild seinen Mitkünstlern zu, malträtierte indes aber wild seine Leinwände weiter und verkündete: Das Bild sei wie eine Kartoffel: nicht schön, aber nützlich!
Er betrieb rigoros seine neue Historien-
malerei, führte „ein aberwitzig wendungsreiches Leben voller Kehrtwenden und Überraschungen" und begriff sich bald als politische Instanz und bald als Skeptiker, der alle Illusionen zuschanden malte. In der Serie Cafe Deutschland brüskierte er u.a. den DDR-Kulturbetrieb und schmuggelte zugleich Arbeiten von Penck, damals hierzulande diffamiert,
im Koffer zwischen seiner Unterwäsche nach dem Westen. Und oft zog „etwas deutsch Gefärbtes durch die Bilder" und er malte dabei seine Ideen wie Losungen comicartig an die Wand. Auch malte er sich an Mächtige heran (bekannt ist das Schröter-Bildnis im Kanzleramt) und setzte sich immer wieder selber imposant in Szene. Seine letzten Jahre wurden von Skandal und Krankheit überwuchert. Er betäubte sich mit Drogen und geriet im Rollstuhl vor Gericht. Seine Bilder, die nach wie vor aus ihm heraus wollten, musste er nunmehr malen lassen. Als „Komponist und Dirigent" führte er jetzt Mal-Regie indem er seinen Eleven genaueste Anweisungen gab.
Mit 61 starb er. Aber da hatte er sich bereits in den Olymp gemalt. Malen?
Er stelle mittels seiner Bilder lediglich „Material" zur Verfügung. Ob der Betrachter damit etwas anfangen könne, müsse der selber entscheiden.
Dr. Maren Kratschmer-Kroneck Zitate nach H. Rautenberg |
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Auf die kleine Reise gehen,
Blatt 9
< Offset
< 1991 |
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Auf die kleine Reise gehen,
Blatt
4
< Offset
< 1991
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Biographie |
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14.06.1945 geboren in Bleckede bei Lüneburg
1963-68 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
Lehrer: Theo Otto und Joseph Beuys verschiedene Aktionen und Manifestationen
1968-80 Kunsterzieher in Düsseldorf
1972/82 Teilnahme an documenta 5 und 7
1976 Teilnahme an der Biennale in Venedig
seit 1981 Gastprofessuren u.a. in Stockholm, Hamburg, Zürich, Köln, München und Peking
1989-92 Professur in Frankfurt
1996 Professur in Düsseldorf
seit 1997 Erkrankung an Lateralsklerose
28.05.2007 verstorben in Düsseldorf
Auszeichnungen u.a. BVK, Premio Marco, Goldene Feder, Goslaer Kaiserring, Bambi, Berliner Bär
Ausstellungen u.a. in Bergamo, Bilbao, Canberra, Cheb, Cheonan-si, Chicago, Den Haag, Genf, Grenoble, Haarlem, Hamilton, Kopenhagen, La Palma, Leeds, Linz, London, Los Angeles, Mailand, Malmö, Montreal, New York, Paris, Peking, Porto, Prag, Santa Fe, Santa Monica, Santiago, Shanghai, Sao Paulo, Seoul, St. Petersburg und Wien
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Ohne Titel
< Siebdruck
< 2006
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Baselitzfrühstück
< Linolschnitt/Siebdruck
< 1992/2003
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Ständchen für Beuys und Duchamp < Linoldruck
<1991/93 |
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