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Kerstin Mannschatz .
 

An-(Ge)-sicht-ig

Die Pfade des Schicksals zeichnen leise Spuren ins Antlitz; Linien sind kom- primierte Lebensgeschichte. Begeg- nungen mit dem fremden Angesicht weisen Wege: Das selbst Gelebte trifft auf ein anderes Gelebtes. Das Malen als Suche nach einer Übersetzung in Farbspuren. Bei jedem Aufeinander- treffen - ob voller Intensität oder ohne Tiefe - kann ein wenig "abfärben", haften bleiben in Erinnerung und Empfindung, kann in der Seele ver- weilen. Emotionale Expressivität findet Ausdruck in der Leuchtkraft der Farb- kontraste.
Phantastische Lebensgeschichte - Phantasie-Gesichte. Malen von Geheim- nissen. Das Geheimnisvolle malen: Eine farbig üppige, repetitive, imaginäre Vorstellungswelt vom anderen.
Das Rätsel bleibt, die Realität ist fern. Ansichtig-werden, das Angesicht als Verführung zum Malen.

Wo bist du, Daphne?
< Öl/Leinwand
< 2000
Melancholie
< Öl/Leinwand
< 2003
Biographie

1970 in Hoyerswerda geboren
1989 Abitur in Hoyerswerda
1989-96 Kunsterziehung-Deutsch-Studium an der Universität Leipzig
1997 Referendarin in Leipzig
1998 Theaterausbildung
am Schauspielhaus Leipzig
seit 1999 K/D-Lehrerin am Heinrich-Böll-Gym-nasium Saalfeld
seit 2000 Spielleiterin für Darstellendes Spiel
Lebt in Leipzig und Saalfeld

Beteiligung an Ausstellungen in
Bad Steben und Leipzig

 
 



Buntgewirkte Teppichknoten

fasse ich

und lege sie im Geiste

über Wüstenmeere, Sternenfelder

behutsam bis hin zu dir.

Male dein Gesicht

mit meinen Augen

und stricke aus dem Netz

meiner mohnblauen Gedanken

einen samtenen Mantel der Sehnsucht,

den du in seiner Leichtigkeit kaum spürst,

damit er nicht beengt —

doch wärmt.



Kerstin Mannschatz

 

Dewi Uma (Bali)
< Mischtechnik
< 2003
Zunkarba (Harlekin)
< Mischtechnik
< 2003
 
 
Berbermädchen
< Mischtechnik
< 2002
  Zu Kopf gestiegen/Farbrausch
< Acryl
< 2002