Kunst spricht zum einen die Globalsprache, durchbuchstabiert von Altamira bis Picasso; zum anderen spricht sie ihre Nationalsprache, geprägt innerhalb gewisser Grenzen durch Herkunft, Historie und Ideologie - in unserem Falle die eines Ostlandes, Hunderte Kilometer entfernt.
Kunst spricht aber vor allem eine Individualsprache, geprägt vom Wesen des Künstlers, beladen mit dessen biografischer Erlebnisfracht und verdichtet zu Metaphern mit verschlüsselten Bildnachrichten über persönliche Befindlichkeiten. Zwei Künstler aus Weißrussland (37) stellen sich vor. Wieviel Sinne und Sinn haben wir abendländisch und EU-bewegten Wohlstandsbürger für deren spezifisch künstlerische Flaschenpost voller Lebenszeichen aus scheinbar ferner und doch naher Welt? |